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Wenn Theater zum Nachdenken anregt: „Klamms Krieg“
- 30.06.2026
Wenn Theater zum Nachdenken anregt: „Klamms Krieg“
Am 16. Juni 2026 um 11:10 Uhr versammelte sich der gesamte 11. Jahrgang sowie einige Lehrkräfte in der Aula der BBS IV „Friedrich List“. Anlass war der Besuch des Schauspielers Harald Höbinger von den Bühnen Halle. Für die Schülerinnen und Schüler schlüpfte er für etwa eine Stunde in die Rolle des Lehrers Klamm aus dem Theaterstück „Klamms Krieg“ und präsentierte ein einzigartiges, kurzweiliges und fesselndes Ein-Personen Stück.
Die Inszenierung griff aktuelle Themen rund um das bestehende Schulsystem auf und regte zum Nachdenken über dessen Strukturen und Auswirkungen an. Dabei rückte sie unter anderem die Herausforderungen des Lehrerberufs und des Schulalltags, den Leistungsdruck sowie den hohen Stellenwert des Abiturs in den Fokus.
Mit einer Mischung aus Spannung und Härte, aber auch Humor, Ironie und bewusster Überzeichnung, übte das Stück eindrucksvoll Kritik am Schulsystem und machte deutlich, wie komplex und belastend die Erwartungen an alle Beteiligten sein können.
Harald Höbinger bezog den Jahrgang in seiner Rolle als Lehrer Klamm aktiv in das Geschehen ein und sprach die Schülerinnen und Schüler immer wieder direkt an. Dadurch entstand das Gefühl, selbst Teil der Handlung zu sein. Das anschließende Nachgespräch bot die Möglichkeit, offene Fragen zu stellen und durch die ausführlichen Antworten weitere Einblicke in das Theaterstück und seine Hintergründe zu gewinnen.
Von den Schülerinnen und Schülern wurde das Stück unter anderem als energiegeladen, spannend, eindrucksvoll, absurd, etwas verrückt und durchgeknallt, teilweise verwirrend und letztendlich doch nachvollziehbar beschrieben. Die Teilnehmenden zogen dabei ihre ganz persönlichen Schlüsse und Erkenntnisse aus der Aufführung. Gerade die intensive Art der Inszenierung zog die Klassen in ihren Bann und machte das Stück zu einem Erlebnis, das nicht nur unterhielt, sondern auch zum Reflektieren anregte. Sicherlich werden vielen sowohl die Aufführung selbst als auch die damit verbundenen Gedanken und Eindrücke noch lange im Gedächtnis bleiben.
(Paula Bendix, BGG25a)

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